Nottiere - jetzt wirds konkret

Viele fragen sich, wenn Sie ein Tier sehen, ob es überhaupt ein Nottier ist oder nicht... Also:

Lesen Sie zunächst das Merkblatt der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz e.V zur Haltung von Neuweltkameliden Nr. 131.8:  Merkblatt


Einiges ist ganz und gar nicht, wie da beschrieben?

Dann geht es weiter:

Was ist ein Nottier?

In erster Linie ist uns wichtig, dass wir keinem skrupellosen Tierhandel durch Mitleidskäufe Vorschub leisten.

Tiere, an denen jemand wirtschaftliche Interessen hat, sind daher keine Nottiere, so schwer es uns fällt.

Darum auch folgende Bitte:

Kaufen Sie keine Lamas oder Alpakas aus Mitleid! Informieren Sie den Amtstierarzt ihrer Gegend!

Tierquälerische Haltungen müssen in Zusammenarbeit mit den Veterinärämtern beendet werden, dann stehen unsre Pflegestellen gerne zur Verfügung, um sich fachgerecht um das Tier zu kümmern.

 

Viel Elend entsteht durch Unwissen, denn nicht alle Tierhalter, die etwas falsch machen, sind skrupellos. Es mangelt bisweilen einfach an Fachwissen, nicht an Liebe zum Tier.

Dort können wir durch Information und konkrete Hilfeleistung die Lebensbedingungen von Tieren wesentlich verbessern, wenn die Halter mitarbeiten wollen.

 

Nur wenn die Tierhalter freiwillig bereit sind, sich von ihrem Tier zu trennen, oder das Veterinäramt eine Abgabe der Tiere angeordnet hat, können wir Tiere in die Vermittlung aufnehmen.

Phönix in seinem verkommenen Stall (oben)
und angepflockt auf der Wiese (erreicht durch das Veterinäramt - für ihn schon ein Quantensprung)

Ich habe ein Tier in Not gesehen und will die Nothilfe verständigen.

 

Wie kann ich vorgehen?

Wer sich an uns wendet wird leider nicht mit einem Schlag alle Sorgen los! Wir versuchen zwar, schnell zu helfen, doch ein wenig Mithilfe brauchen wir auch von Ihnen vor Ort!

Wir brauchen von folgende Infos, versuchen Sie möglichst diese Informationen zu bekommen!

  1. Wie alt ist das Tier?
  2. Welches Geschlecht hat es?
  3. Welche Interessen hat der Besitzer an dem Tier? (Wir können und wollen kein Tier freikaufen!)
  4. Wie reagiert das Tier, wenn man sich ihm nähert? (neugierig/vorsichtig oder frech/aggressiv)
  5. Was ist über seine Geschichte zu erfahren?
  6. Ist es halfterführig? Transportfähig?
  7. Sieht man Krankheitsanzeichen? (Milben, Verletzungen, Fehlstellungen, Augenentzündung, Husten...)
  8. Wie sind seine aktuellen Lebensumstände - bedrohlich?
  9. Kann jemand seine Grundversorgung gewährleisten?
  10. Ist das Veterinäramt eingeschaltet? Muss ich es evtl. informieren?
  11. Welche Pläne hat das Veterinäramt mit dem Tier?

 

Ich möchte mein Tier abgeben, weil ich es nicht mehr halten kann oder will, und möchte die Nothilfe verständigen.

Wie kann ich vorgehen?

Das ist sehr verantwortungsbewusst! Dennoch brauchen wir einige Nachweise, Informationen und Versprechen von Ihnen:

  1. Sind Sie berechtigt, das Tier abzugeben?
  2. Möchten Sie vielleicht zunächst über Hilfestellung nachdenken, damit das Tier evtl. doch bei Ihnen bleiben kann?
  3. Ist vielleicht zur Lösung Ihres Problems eine Pension richtiger oder ein gezieltes Training durch erfahrene Tiertrainer?
  4. Sind Sie willens, das Tier abzugeben, ohne einen finanziellen Gegenwert zu bekommen?
  5. Sind Sie bereit auf eigene Vermittlungs- und Verkaufsversuche zu verzichten?
  6. Wie alt ist das Tier?
  7. Welches Geschlecht hat es? - wenn möglich sollten Hengste noch vor Abgabe kastriert werden.
  8. Ist es halfterführig? Transportfähig?
  9. Hat es (chronische) Krankheiten?
  10. Ist es ein Berserker?

Nottiere sollen bei uns nicht ohne Schutzvertrag vermittelt werden!

Der Vertrag wird zwischen vormaligem und zukünftigem Besitzer geschlossen und kann individuell angepasst werden.

Hier können Sie einen Beispielvertrag einsehen: Schutzvertrag



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